Einfache Sprache
Herzlich willkommen im Bereich einfache Sprache. Diese Texte sollen für möglichst viele Menschen verständlich sein.
Was findet ihr hier?
Hier lest ihr Informationen zum Toolkit „Nachhaltig produzieren“. Toolkit ist Englisch und bedeutet Werkzeugkasten. Es geht darum: Wie können Theater- und Musikveranstaltungen nachhaltig sein? Was sollten Sie beim Planen und Durchführen beachten? Im Toolkit stehen viele einzelne Maßnahmen dazu.
Nachhaltigkeit heißt:
- die Umwelt schützen,
- gerecht, verantwortungsvoll und
- künstlerisch frei zu sein.
Es heißt auch, auf Menschen zu achten. Gegen Diskriminierung und für Barrierefreiheit zu sein. Und gut mit der eigenen Kraft umzugehen.
Veränderung braucht Zeit. Man muss nicht alles sofort lösen. Aber Nachhaltigkeit sollte Teil der gesamten Arbeit werden. Wichtig ist: Redet mit anderen über eure Ziele, zum Beispiel im Team. So könnt ihr gemeinsam Verantwortung übernehmen.
Auch Förderungen und Strukturen müssen sich ändern. Nur so ist Nachhaltigkeit möglich.
Unter diesen Links findet ihr die wichtigsten Infos und Erklärungen zum Toolkit. Unten gibt es eine Liste mit Erklärungen zu schwierigen Begriffen. Diese Wörter benutzen wir im Toolkit.
Die einzelnen Maßnahmen haben wir nicht in einfache Sprache übertragen. Aber: Es gibt das gesamte Toolkit auch auf Englisch. Dafür könnt ihr diesem Link folgen. (bitte Link ergänzen)
Was ist das Toolkit „Nachhaltig produzieren“?
Wie kannst du das Toolkit bedienen?
Erklärungen für schwere Wörter
Was ist das Toolkit „Nachhaltig produzieren“?
Das Toolkit „Nachhaltig produzieren“ ist ein Online-Portal. Der Bundesverband Freie Darstellende Künste (BFDK) hat es entwickelt. Viele Menschen aus ganz Deutschland haben dabei geholfen. Sie arbeiten in der Freien Theater- und Musikszene.
Das waren die Partner*innen des Projekts:
- Verband Freie Darstellende Künste Bayern
- Landesverband der Freien Theater in Sachsen
- LaFT – Landesverband Freie Darstellende Künste in Niedersachsen
- NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste
- Dachverband Tanz Deutschland und FREO – Freie Ensembles und Orchester
- Franziska Pierwoß
Das Toolkit unterstützt euch dabei, umweltfreundlich und nachhaltig zu arbeiten. Es ist keine Checkliste. Sondern ihr könnt anfangen und die Arbeit immer weiter verbessern.
Das Toolkit „Nachhaltig produzieren“ richtet sich zum Beispiel an:
- Künstler*innen
- Produktionsleitungen
- Techniker*innen
- Veranstalter*innen
- Leitungen
Das Toolkit enthält über 200 Maßnahmen. Es beachtet, wie in der Freien Szene gearbeitet wird. Es zeigt viele Wege, wie Nachhaltigkeit im Alltag gelingen kann – Schritt für Schritt.
Wie kannst du das Toolkit bedienen?
Hier kommst du zum Toolkit.
Dort kannst du dir alle Maßnahmen anzeigen lassen.
Oder du filterst die Maßnahmen:
- Nach der Zielgruppe: Wer will mit dem Toolkit arbeiten?
- Einzelakteur*innen – das sind einzelne Personen
- Festivals
- Kollektive, ohne eigene Spielstätte
- Spielstätten
- Nach den Handlungsfeldern: Für welchen Bereich suchst du Maßnahmen?
- Organisationsstruktur
- Kommunikation
- Bühne
- Büro und Backstage
- Bar und Catering
- Transport und Mobilität
- Energie
Du kannst auch verschiedene Filter kombinieren. Dann wird dir eine Auswahl angezeigt.
Unter den Maßnahmen stehen:
- Links zu mehr Informationen („Zum Nachlesen“)
- gute Beispiele aus der Praxis („Gute Praxisbeispiele“)
- weitere Tipps („Gut zu wissen“)
Wie kannst du mitmachen?
Wir laden euch ein, beim Toolkit „Nachhaltig produzieren“ mitzumachen. Sucht euch dafür eine oder mehrere Maßnahmen aus. Dann setzt ihr die um. Ihr entscheidet selbst, wo ihr anfangen wollt. Es ist keine Pflicht. Wenn etwas nicht klappt, ist das okay. Dann ändert ihr den Plan.
Das könnt ihr zum Beispiel machen:
- nicht mehr im Internet bestellen
- Material fürs Bühnenbild mehrmals benutzen
Teilt eure Erfolge auf Instagram mit #ichproduzierenachhaltig. Markiert den BFDK (@bfdk_ev).
Ihr auf unserer Webseite
Ihr arbeitet mit dem Toolkit? Dann würden wir euch gern auf unserer Webseite vorstellen. Schreibt eine E-Mail an nachhaltigkeit@darstellende-kuenste.de.
Diese Infos wären gut:
- was ihr ändern wollt
- euren Namen und eure Rolle (zum Beispiel Choreografin, Bühnenbildner*in)
- Link zu eurer Webseite
- ein Foto oder ein Logo (wenn möglich)
Der BFDK zeigt eure Idee online. So machen wir anderen Mut!
Kontakt
Greta Ernst
E-Mail: nachhaltigkeit@darstellende-kuenste.de
Erklärungen für schwere Wörter
Im Toolkit gibt es einige schwierige Wörter. Hier erklären wir ihre Bedeutung in einfacher Sprache:
Biodiversität
Man kann auch sagen: Biologische Vielfalt. Es geht um Leben, das in der Natur vorkommt. Zum Beispiel verschiedene Arten von Pflanzen und Tieren. Diese Vielfalt ist wichtig, damit die Natur im Gleichgewicht bleibt.
Co2-Ausstoß
Co2 bedeutet: Kohlenstoff-Dioxid. Das ist ein Gas. Es ist Teil unserer Luft. Das meiste CO2 entsteht beim Verbrennen von Kohle, Erdgas und Erdöl. Wir Menschen erzeugen CO2 durch Industrie, Heizen, Autofahren und beim Produzieren von Strom.
Durch uns Menschen ist das CO2 in der Luft angestiegen. Dadurch verändert sich das Klima auf der Erde. Es wird wärmer. Brände und Stürme werden häufiger. Es regnet stark. Flüsse treten über die Ufer, es kommt zu Überschwemmungen. Der Meeresspiegel steigt.
Wenn wir Co2 einsparen, ist das gut für das Klima.
Co2-Bilanzierung
Man rechnet aus, wie viel CO₂ entsteht. Zum Beispiel, bei der Herstellung eines Produkts. Oder bei einer Reise. Oder bei einer ganzen künstlerischen Produktion. Das nennt man auch den: CO₂-Fußabdruck.
Emission
Emissionen sind Stoffe, die in die Atmosphäre gelangen. Sie können natürlich entstehen, zum Beispiel bei einem Vulkanausbruch. Die meisten Emissionen werden aber von Menschen gemacht. Das sind zum Beispiel CO2, Feinstaub und verschiedene Gase.
Entsorgungshof oder Wertstoffhof
Diese Höfe gibt es an vielen Orten in Deutschland. Dort kannst du Müll abgeben. Besonders Müll, der nicht in die Mülltonne passt. Zum Beispiel alte Möbel, große Kartons oder Abfall aus dem Garten. Auch gefährlicher Müll kommt zum Entsorgungshof. Dazu gehören zum Beispiel alte Farben oder Batterien. Nähere Infos findet ihr bei der Stadtreinigung/Abfallwirtschaft an eurem Ort.
Erneuerbare Energien
Das sind umweltfreundliche Energie-Quellen, die nicht enden. Die bekanntesten sind Wind- und Sonnenenergie sowie Wasserkraft.
Klimabilanz
Das ist so ähnlich wie die Co2-Bilanzierung. Aber es werden noch andere Gase einbezogen, die schlecht für das Klima sind. Dazu gehören zum Beispiel Methan und Lachgas.
Mehrwegsystem/Mehrwegflaschen
Das gibt es schon sehr lange bei Getränken. Bestimmte Flaschen werden immer wieder benutzt. Das ist gut für die Umwelt.
Viele leere Flaschen kannst du im Supermarkt zurückgeben. Die Flaschen werden gesammelt und gereinigt. Dann werden neue Getränke in die Flaschen eingefüllt. Bei Mehrweg zahlt man Pfand-Geld. Du gibst die Flasche zurück und bekommst das Pfand wieder.
Auch in anderen Bereich gibt es Mehrweg, zum Beispiel bei Getränkebechern oder Verpackungen für Essen.
Nachhaltig
Nachhaltig bedeutet: Wir nehmen Rücksicht auf die Menschen, die nach uns auf der Erde leben. Dabei geht es um Rohstoffe und Bodenschätze. Das sind zum Beispiel Wasser, Holz, Erdöl, Gas und Kohle. Wir sollen nur so viel verbrauchen, wie nachwachsen kann. Nachhaltigkeit bedeutet auch, die Umwelt zu schützen.
Es gibt auch soziale Nachhaltigkeit. Auch hier geht es darum: Wir wollen dafür sorgen, dass zukünftige Generationen gut leben können. Sie sollen zum Beispiel gute Bedingungen für Gesundheit, Bildung, Arbeit und Sicherheit haben.
Nachhaltigkeit kann helfen, dass Kultur dauerhaft möglich ist. Denn sie spart Geld, Zeit und Materialien. Dafür muss man gut planen. Gleichzeitig achtet man darauf, dass es den Menschen gut geht. Zum Beispiel durch eine faire Bezahlung.
Kulturelle Nachhaltigkeit bedeutet zum Beispiel, sich mit der Gesellschaft zu beschäftigen. Wie können Menschen frei Kunst schaffen? Wie können wir dafür sorgen, dass es dabei eine kulturelle Vielfalt gibt? Auch in der Zukunft?
Ressourcen
Ressourcen sind Sachen, die wie wir zum Leben brauchen. Zum Beispiel Wasser, Luft, Erde, Öl, Gas, Holz oder Metall. Es gibt nur eine bestimmte Menge von Ressourcen. Deshalb müssen wir sparsam mit ihnen umgehen.
Aber auch Menschen, Zeit, Geld oder Kraft können Ressourcen sein. Das ist zum Beispiel bei der Arbeit so. Auch andere Sachen wie Bildung und Gesundheit können dazu gehören.