Materialien

  • Materialien wie Stoffe oder Requisiten wiederzuverwenden, statt neu zu kaufen, schont die Umwelt. Zum Beispiel lässt sich Material, das verschraubt und nicht verklebt ist, immer wieder einsetzen.

  • Mit der Reparatur von Materialien und Kostüme – statt Entsorgung und Ersatz – werden Ressourcen geschont und es wird weniger Abfall produziert.

  • Der Kauf von Secondhand-Material und der Kauf von Material, das ein Umweltsiegel trägt, reduziert den ökologischen Fußabdruck einer Produktion.

  • Neuanschaffungen können über öffentliche Lieferketten oder Geschäfte laufen. Das stärkt lokale Wirtschaftskreisläufe und es entstehen weniger Emissionen als bei Onlinekäufen.

  • Beim Einkauf neuer Materialien die Möglichkeiten von Entsorgung, Verleih oder Weitergabe mitzudenken erhöht ihre Wiederverwendbarkeit und verlängert den Lebenszyklus.

  • Der Einsatz umweltfreundlicher, wiederverwendbarer und langlebiger Materialien fördert die nachhaltigere Produktion. Wegwerfprodukte sind dann nicht mehr nötig.

  • Materialien an Kolleg*innen für die Wiederverwendung zu verleihen oder weiterzugeben trägt zu einem klimabewussten Umgang bei. Gemeinschaftlich genutzte Lagerflächen schaffen darüber hinaus Vernetzungsmöglichkeiten.

  • Eine digitale Inventarliste gibt einen Überblick über Materialien, die verliehen oder weitergegeben werden können. Mit ihr wird der Materialkreislauf geschlossen und sie hilft bei der Kommunikation mit Gäst*innen über verfügbare Materialien.

  • Bevor Gefahrenstoffe wie Farben, Lacke, Lösungsmittel oder Reinigungsmittel bei Bühnenbildern oder der Raumreinigung zum Einsatz kommen, können umweltfreundlichere Alternativen geprüft werden.

  • Gefahrenstoffe lassen sich über Entsorgungshöfe nachhaltig entsorgen – statt über den Restmüll.

Gut zu wissen

Gegebenenfalls müssen Materialien den Anforderungen der Brandschutzverordnung entsprechen, zum Beispiel B1. Dies sollte mit den Verantwortlichen einer Spielstätte bzw. eines Festivals geklärt werden.

Zum Nachlesen

Cradle to Cradle – Wiege zur Wiege e.V.: UMDENKEN – DIE C2C DENKSCHULE

HMV Hanseatische Materialverwaltung: Initiative für Materialkreisläufe (D / CH / AU)

Verbund offener Werkstätten: Was sind offene Werkstätten?

reparaturinitiativen.de: Reparaturinitiativen

Berufsgenossenschaft der Baugenossenschaft: Gefahrstoffsuche

Theater und Nachhaltigkeit: Fundus und Materiallager

Stiftung „Ecken wecken“ depot.social: depot in Deiner Stadt/Region

SZENOGRAFIE-BUND e.V.: Arbeitsgruppe Ökologische Nachhaltigkeit – Der Leitfaden „Grüne Bühne“

Deutsche Theatertechnische Gesellschaft (DTHG): Nachhaltige Produktionen („Theatre Green Book“)

Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ): Siegelklarheit – Gezielt informieren. Bewusst einkaufen. Nachhaltig handeln.

Gerriets: Nachhaltigkeitsprojekt – Recycling von Tanzböden und Projektionsfolien

StuFF: Neue Materialzyklen für Theater und Szenografie

Theater und Nachhaltigkeit: Kostüm

Nachhaltige Kleidung: Übersicht nachhaltiger Materialien

dejure.org Rechtsinformationssysteme: Versammlungsstättenverordnung (Abschnitt 2 – Brandverhütung)

Stiftung „Ecken wecken“ depot.social: Ressourcen teilen und verleihen in Leipzig

Gute Praxisbeispiele

Die ressourcerie automatique ist eine digitale Materialbörse für die freie Szene: Kostüme, Requisiten und Bühnenbauten werden hier geteilt statt neu produziert. Ergänzend bietet sie Workshops, Beratung und Vernetzungstreffen an, um nachhaltiges Produzieren und den bewussten Umgang mit Ressourcen in der Kulturpraxis zu fördern.

ressourcerie automatique: atelier automatique

Zero – Klimaneutrale Kunst- und Kulturprojekte ist ein Förderprogramm der Kulturstiftung des Bundes, das Kultureinrichtungen unterstützt, ihre Produktion klimaneutral umzugestalten. Mit Maßnahmen in Bereichen wie Energie, Mobilität und Materialkreislauf erproben sie konkrete Lösungen und geben ihre Erfahrungen bundesweit weiter.

Kulturstiftung des Bundes: Geförderte Projekte im Fonds Zero