Veranstaltungsplanung

  • Bei Veranstaltungen verbessert ein „Leitfaden nachhaltiges Arbeiten“ die interne Kommunikation und hilft dabei, umweltfreundliche Praktiken langfristig im Planungsprozess zu verankern. Zudem bietet er Orientierung für zukünftige Veranstaltungen.

  • Wiederaufnahmen statt Neuproduktionen schonen Materialien, machen Bühnenbilder länger nutzbar und fördern nachhaltige Produktionsstrukturen.

  • Die Verknüpfung von Residenzen mit Gastspielterminen ist hilfreich für Künstler*innen(-Gruppen), die Ressourcen effizienter nutzen und ihren Reiseaufwand reduzieren möchten.

  • Gastspiele in mehreren nahegelegenen Orten reduzieren Reiseaufwand und Emissionen und erweitern die Reichweite. Wenn Tourstrukturen von Fördermodellen abhängen, unterstützt eine strategische Abstimmung mit Förderstellen die Umsetzung nachhaltiges Touring.

  • Materialverantwortliche, die mit Künstler*innen, Gäst*innen bzw. Spielstätten früh klären, welches Material vorhanden und nutzbar ist, vermeiden unnötige Neubeschaffungen.

  • Der Vergleich digitaler, hybrider und Präsenzveranstaltungen unterstützt Veranstalter dabei, für jede Veranstaltung die nachhaltigste Lösung zu finden.

  • Nachhaltige digitale Plattformen und Software helfen dabei, den ökologischen Fußabdruck hybrider oder digitaler Veranstaltungen zu reduzieren.

  • Klimasensible Arbeitsstrategien bei der Auswahl von Künstler*innen zu berücksichtigen ist förderlich für die Nachhaltigkeit in Spielstätten und bei Festivals.

Gut zu wissen

Nachhaltiges Arbeiten bedarf häufig einen erhöhten Zeitaufwand. Die Flexibilität, auf gesellschaftliche Entwicklungen ggf. kurzfristig künstlerisch reagieren zu können, sollte dadurch nicht behindert werden. Künstlerische Freiheit und ökonomische Nachhaltigkeit sollten hier gut abgewogen werden.

Zwar sind Wiederaufnahmen aus ökologischer und nachhaltiger Sicht ressourcenschonender als Neuproduktionen. Jedoch sollte die wirtschaftliche Nachhaltigkeit von Bühnen-, Kostüm- und Maskenbildner*innen in Entscheidungen einbezogen und diese Berufsgruppen an Wiederaufnahmen finanziell beteiligt werden. Zum Beispiel durch vertraglich vereinbarte Tantiemen im Falle einer Wiederaufnahme.

Zum Nachlesen

NRW KULTURsekretariat: Greenstage – Förderprogramm für Mitgliedstädte des NRW KULTURsekretariat

Theater und Nachhaltigkeit: Leitfäden für „grünes“ Produzieren (für Veranstaltungen ans Ende der Seite scrollen.)

Cradle to Cradle – Wiege zur Wiege e.V.: Labor Tempelhof Guidebook

Kulturstiftung des Bundes: Veranstaltungen klimabewusst planen und umsetzen

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit: Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen

Verein reflector: Green Guide

The Green Room: STOMP: Sustainable Tools for Online Music Practices

Gute Praxisbeispiele

Das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste fördert mit Mitteln des Kulturministeriums NRW die Umarbeitung bestehender Produktionen aus den Freien Darstellenden Künsten. Ziel ist, diese so anzupassen, dass sie nachhaltiger und besser für kleinere, ländliche Spielorte mit wenig Infrastruktur geeignet sind.

NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste: ÖkoKult NRW: Tiny Adaptions