Sanitäranlagen
Recyceltes Toilettenpapier und Handtücher bewahren Ressourcen und reduzieren Abfall.
Der Verbrauch kalten Wassers schont wertvolle Ressourcen. Es entfällt der Energieverbrauch, der bei der Erwärmung von Wasser entsteht.
Wasser sparen geht oftmals schon mit Einsätzen in Wasserhahn oder Duschkopf, zum Beispiel einem Ring, der den Wasserfluss beschränkt.
Wassersparmaßnahmen wie die Sparspültaste an Toiletten senken den Wasserverbrauch. Ein Hinweis in den Toiletten der Veranstaltungsorte kann hilfreich dafür sein, dass Gäst*innen und Mitarbeitende weniger Wasser verbrauchen.
Vegane Bioseife in wiederbefüllbaren Flaschen senkt den Verbrauch von Einwegverpackungen und schützt die Umwelt.
Komposttoiletten bieten eine ressourcenschonende Alternative zu konventionellen Sanitärsystemen – insbesondere bei Open-Air-Veranstaltungen oder temporären Spielorten. Sie reduzieren Wasserverbrauch und ermöglichen eine Kreislaufnutzung von Nährstoffen.
Gut zu wissen
Zwar sind Papierhandtücher hygienischer als Stoffhandtücher. Aber Stoffhandtücher oder Baumwollhandtücher sind umweltfreundlicher, denn sie können wiederverwendet werden. Der ökologische Unterschied zwischen Händetrocknern und Handtüchern ist vor allem die Effizienz der Technologie, der Stromverbrauch sowie die Häufigkeit der Nutzung.
Nicht alle können oder möchten sich die Hände mit kaltem Wasser waschen. Manchmal sprechen Bedürfnisse oder gesundheitliche Aspekte dagegen. In solchen Fällen sollte auch warmes Wasser bereitstehen.
Toiletten müssen barrierefrei sein. Dazu gehört auch das Angebot von genderneutralen Toiletten.
Zum Nachlesen
Finizio: Zurück in den Kreislauf – Handbuch für die Sanität- und Nährstoffwende
a tip: tap e. V.: Wasserwissen
Umweltbundesamt: Wassernutzung privater Haushalte
Statistisches Bundesamt: Wassereinsatz in Produktionsbereichen und in privaten Haushalten
Gute Praxisbeispiele
Im PACT Zollverein wird empfohlen, die Hände vor dem Abtrocknen zwölfmal zu schütteln – dann genügt ein einziges Papierhandtuch. Dies spart Ressourcen und funktioniert laut Empfehlung zuverlässig. Die Idee stammt aus einem TED-Talk, der auf YouTube zu finden ist.
PACT Zollverein Choreographisches Zentrum NRW: Nachhaltigkeit
Außenflächen
Eine natürliche Akustik und Beleuchtung sorgen für eine ruhige, angenehme Atmosphäre – ganz ohne Lärmverschmutzung.
Naturnahe Elemente und standortangepasste Pflanzen schützen die Umwelt, fördern die Biodiversität und schonen die Ressourcen.
Gemeinschaftsgefühl stärken, Bewusstsein für nachhaltige Praktiken schaffen: Wer solche Anliegen verfolgt, kann Publika in die Gestaltung von Außenflächen einbeziehen, zum Beispiel, indem es bei Aktionstagen oder auf ausgewiesenen Flächen Hochbeete anlegen oder Insektenhotels pflegen kann.
Gut zu wissen
Außenflächen aus naturnahen Elementen und standortangepassten Pflanzen fördern die Biodiversität, schonen Ressourcen, reduzieren den Pflegeaufwand und sind widerstandsfähiger gegenüber Wetterextremen. Eine natürliche Akustik und Beleuchtung senkt den Energieverbrauch und schont die Umwelt. Zudem unterstützt sie die Biodiversität, indem sie den Lebensraum der lokalen Flora und Fauna respektiert. Außerdem trägt sie zu einem ausgewogenen Ökosystem bei.
Zum Nachlesen
Insel e. V.: INSEL Kulturgarten Paradies / Juni 2025 und Dokumentation #Weben für Morgen
Uckermärkische Bühnen Schwedt: Klima und Theater
Oldenburgisches Staatstheater: Theater & Klima
Velomax Berlin Hallenbetriebs GmbH: Die Grüne Hauptstadtarena – Öko-System auf dem Dach der Max-Schmeling-Halle
NK Tegelwippen 2025: Beim „NK Tegelwippen“ werden möglichst viele Pflastersteine entfernt und durch Grünflächen zu ersetzt.
Klimawissen e. V.: Aus Grau mach Grün – Beim „Tegelwippen“ wandeln Niederländer:innen jedes Jahr viele gepflasterte Flächen in Blumenbeete und Stadtgrün um.
Freundeskreis Ökodorf e. V.: Ein Gründach bauen – Praxisseminar
Mülltrennung
Papier, Glas, Kunststoffe, Metalle, Bioabfälle, Textilien, Holz, Batterien, Elektronik: Irgendwann wird all das zu Müll. Wenn dieser sorgfältig getrennt wird, erhöht dies die Recyclingquote und die Effizienz bei der Ressourcennutzung.
Hilfreich für die richtige Mülltrennung und -Entsorgung ist die gut sichtbare Beschriftung der Müllbehälter. Besonders gut sind Piktogramme: Als universell verständliche Zeichen ermöglichen sie die korrekte Zuordnung der Abfälle zu den Behältern.
Eine gut sichtbare Erläuterung des Mülltrennungssystems erleichtert die korrekte Entsorgung auch für Personen, die damit nicht vertraut sind.
Der Verzicht auf (Plastik-)Müll reduziert das Abfallaufkommen und es gerät weniger Plastik in die Umwelt.
Zum Nachlesen
Gemeinsame Stelle dualer Systeme Deutschlands: Mülltrennung wirkt. Wir zeigen, wie und warum.
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e. V.: Abfall und Recycling – Müll als Rohstoff wiederverwenden
Theater und Nachhaltigkeit: Abfallwirtschaft
Technikgeräte
Der Kauf oder die Ausleihe gebrauchter oder generalüberholter („refurbished“) Technikgeräte kann bei Neuproduktionen Ressourcen senken.
Manche Technikgeräte können repariert, weitergegeben oder umfunktioniert werden und müssen nicht entsorgt werden. Das trägt zur Reduktion von Elektroschrott bei und fördert die Kreislaufwirtschaft.
Gut gepflegte Technikgeräte haben eine längere Lebensdauer. Die regelmäßige Wartung hält Neuinvestitionen auf niedrigem Niveau.
Bei Neuanschaffungen ist es empfehlenswert, dass es sich um Niedrigenergiegeräte handelt, die sich zudem reparieren lassen – zugunsten einer längeren Nutzungsdauer.
Neuanschaffungen per Onlinekauf lassen sich oft vermeiden: Öffentliche Lieferketten oder lokale Geschäfte bieten ebenfalls benötigte Materialien. Bei ihnen zu kaufen ist hilfreich für die Reduktion des CO2-Ausstoßes und fördert lokale Wirtschaftskreisläufe.
Technikgeräte müssen umweltfreundlich und gemäß den gesetzlichen Vorschriften entsorgt werden. Das schützt die Umwelt und fördert die ordnungsgemäße Wiederverwertung von Materialien.
Mehrfachsteckdosen mit Schalter oder ein Hauptschalter stellen sicher, dass Geräte vom Stromnetz getrennt und nicht im Standby-Modus sind.
Ein optimal ausgenutztes Kühlschrankvolumen und der Betrieb auf kleinster Kühlstufe senken den Stromverbrauch und das spart wiederum Energie.
Theaterferien, Urlaube, Feierabend: In solchen Zeiten werden Geräte nicht genutzt und können ausgeschaltet werden, auch Rechner. Das senkt den Energieverbrauch und die Stromkosten.
Der Verzicht auf nicht zwingend notwendige batterie- oder akkubetriebene Geräte – etwa kabellose Mäuse oder Tastaturen – reduziert den Ressourcenverbrauch.
Wenn auf nicht unbedingt benötigte Elektrogeräte verzichtet wird, schont das die Ressourcen.
Digitaltechnik
Digitale Meetings ersetzen Anreisen und senken somit den CO2-Ausstoß.
E-Mails, die auf das Wesentliche beschränkt sind, sind Teil einer schlanken digitalen Kommunikation. Ein Anruf oder der Austausch über einen Messenger ist oft sogar nachhaltiger.
Energieeffiziente digitale Technologien senken den Energieverbrauch. Durch die gezielte Wahl nachhaltig wirtschaftender Anbieter lässt sich der ökologischen Fußabdruck digitaler Prozesse verkleinern. Zum Beispiel beim Gebrauch von Suchmaschinen, Hard- und Software, Internetdienste, KI, Videokonferenzen, Webhosting und Datentransfer.
Künstliche Intelligenz (KI) verbraucht viel Energie. Ein gezielter, effizienter Einsatz mit klarem Mehrwert spart Ressourcen.
Veraltete oder nicht mehr benötigte Daten lassen sich regelmäßig von Servern löschen. So lässt sich Datenmüll vermeiden und Speicherplatz wird effizienter genutzt.
Gut zu wissen
Bei digitalen Anbietern muss manchmal zwischen ökologischer Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit abgewogen werden. Zoom zum Beispiel bietet zwar nicht den ökologisch besten Server, gilt aber als barriereärmer als viele andere Anbieter, da es z. B. automatische Live-Untertitel und die Möglichkeit bietet, Gebärdensprachdolmetscher*innen dauerhaft im Bild zu fixieren.
Durch digitale Geräte und Systeme wie Server, Rechenzentren, Endgeräte entsteht ein erheblicher Strom- und Wasserverbrauch. Zudem ist eine digitale Infrastruktur aus Cloud-Diensten, Streaming, Kommunikationstechnologien oft mit einem hohen CO2-Ausstoß verbunden, besonders, wenn keine erneuerbaren Energien verwendet werden.
Personen ohne Smartphone oder digitale Kenntnisse könnten von digitalen Meetings ausgeschlossen sein. Dieser Ausgrenzung gilt es vorzubeugen.
Zum Nachlesen
The Green Room: Sustainable Tools for Online Music Practices
Ecosia: Die Ecosia-Suchmaschine schützt und fördert Biodiversität und Ecosia Browser ist ein nachhaltiger, datenschutzfreundlicher Webbrowser mit starkem Umwelt-Impact
Greensta Öko Webhosting: Ökostrom und atomstromfrei bei greensta ökohosting
Theater und Nachhaltigkeit: Im Büro
Frankfurt University of Applied Sciences: Wie viel CO2 emmittiert künstliche Intelligenz
Büromaterial
Es gibt Alternativen für gedruckte Werbemittel, zum Beispiel digitale Formate oder wiederverwendbare Materialien. Mit ihnen sinkt der Papierverbrauch, was wiederum gut zu einer nachhaltigeren Arbeitsweise passt.
Die passgenaue Planung von Druckaufträgen führt dazu, dass Druckereien nur die benötigte Menge beispielsweise an Werbemitteln produzieren. So entsteht kein Abfall.
Der doppelseitige Schwarzweißdruck aus Refill-Patronen schont die Ressourcen: Sowohl der Papier- als auch der Tintenverbrauch ist niedriger.
Der Einsatz von Recyclingpapier für Notizen, Druckerzeugnisse und Aktenordner reduziert die Umweltbelastung und fördert die Kreislaufwirtschaft.
Die Zusammenarbeit mit Umweltdruckereien verkleinert den ökologischen Fußabdruck, wenn die Druckereien nachhaltige Druckverfahren anwenden. Dazu gehören zum Beispiel wasserbasierte Farben oder energieeffiziente Maschinen.
Auch im Büro lässt sich der ökologische Fußabdruck verkleinern: mit Büromaterial klimafreundlicher Anbieter – ob Stifte, Kleber oder Klebeband.
Putz- und Waschmitteln ohne Chemikalien sind förderlich für den Umweltschutz und die Gesundheit.
Gut zu wissen
Tintentankdrucker sind besonders umweltfreundlich. Ihre Tintenbehälter sind nachfüllbar, sodass weniger Abfall als bei Patronendruckern entsteht.
Zwischen Papier, Druckverfahren und Farbqualität bestehen Unterschiede: Viele Druckereien labeln sich als „grün“, bieten aber nur einen umweltfreundlichen Versand an.
Zum Nachlesen
dieUmweltDruckerei: dieUmweltDruckerei – Einfach. Nachhaltig.
D.O.G. Lokay, Umweltdruckerei: Ihre nachhaltige Umweltdruckerei – Wir drucken die Welt besser
NABU (Naturschutzbund Deutschland) e. V.: Umweltfreundlicher putzen
Bestellungen
Weniger Onlinebestellungen führen zu weniger Emissionen, die sonst beim Transport der Waren entstehen. Eine Richtlinie wie „Kauft nicht bei großen Onlinehändlern wie Amazon“ unterstützt lokale Wirtschaftskreisläufe.
Eine bedarfsorientierte Planung von Bestellungen ist hilfreich bei dem Versuch, Ressourcen einzusparen und Abfälle zu vermeiden. Hierbei kann auch auf Rücksendungen verzichtet werden.
Der Vergleich von Angeboten regionaler und umweltfreundlicher Anbieter ist hilfreich für die Verringerung des CO2-Ausstoßes und die lokale Wirtschaft.
Weniger (Plastik-)Verpackungen führen zu weniger Abfall und fördern den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen.
Zum Nachlesen
Kulturstiftung des Bundes: Einfach machen! – Ein Kompass für ökologisch nachhaltiges Produzieren im Kulturbereich (Z. B. auf Seite 10)
Umweltbundesamt: Regelungen der Bundesländer auf dem Gebiet der umweltfreundlichen Beschaffung
Theater und Nachhaltigkeit: Leitfäden für „grünes“ Produzieren